Tafeln – Anlaufstelle für Bedürftige Menschen

Täglich werden viele, noch verzehrfähige Lebensmittel in Deutschland vernichtet. Egal ob in Lebensmittelgeschäften, Discountern oder im privaten Bereich. In unserer Gesellschaft wird viel Verzehrbares einfach wegschmeißen, während andere Menschen hungern müssen. Um diesem Missstand entgegenzuwirken wurde 1993 die erste Tafel in Berlin gegründet! Das Prinzip ist recht einfach: Freiwillige und ehrenamtliche Helfer sammeln verwertbare Nahrungsmittel ein und geben sie kostenlos oder gegen einen geringen Beitrag an Bedürftige wieder aus.

Wo finde ich die Tafel?
Ursprünglich als Projekt für Obdachlose in Berlin gedacht, entwickelte sich die Tafel mehr und mehr zu einer Anlaufstelle für Menschen, die am Existenzminimum leben. In Deutschland gibt es mittlerweile über 800 lokale Tafeln, die alle unter www.tafel.de aufgelistet sind.

Doch wer gilt als Bedürftig?
Jede lokale Tafel legt individuell fest, wer als bedürftig gilt und wer nicht. Dabei wird sich an der Abgabenordnung § 53 und den örtlichen Gegebenheiten orientiert. Einige Tafeln unterstützen soziale Einrichtungen, wie Wärmestuben, Jugendhäuser, Kindereinrichtungen oder Beratungsstellen, während andere Tafeln die Nahrungsmittel direkt an sozial schwache Mitmenschen verteilen. Als hilfebedürftige Personen werden beispielsweise Empfänger von Arbeitslosengeld 2 oder Sozialhilfe, sowie Geringverdiener gezählt.

Gibt es noch andere Organisationen?
Selbstverständlich ist der „Bundesverband Deutsche Tafel e.V.“ nicht die einzige Organisation, die hilfebedürftigen Menschen Nahrung bereitstellt. Schon lange vor Gründung der ersten Tafel gab es öffentliche Essensausgaben, wie die „Suppenküchen“ oder auch viele kirchliche Organisationen, wie beispielsweise die „Heilsarmee“. Jedoch sind die Tafeln die wohl populärste Organisation dieser Art.

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