Lebensmittel haltbar machen
Oft ist es leider nicht das Schicksal einer einzigen Tomate im Mülleimer eines Supermarktes zu landen, sondern das vieler. Das gleiche Bild sieht man meist bei sämtlichen andern Obst- und Gemüsesorten, sowie Brot.
Ich als Containerin stand schon zu oft vor prall gefüllten Mülltonnen in welcher Massen von ein und dem selben Produkt zu finden waren. Anfänglich beließ ich Lebensmittel die ich nicht sofort essen konnte in der Tonne, in der Hoffnung ein anderer Mülltaucher würde sie nach mir finden. Diese Hoffnung bestätigte sich in den meisten Fällen jedoch nicht. Durch meine Mutter und meine Großmutter war mir die Tatsache, dass viele Lebensmittel haltbar gemacht werden können zwar bekannt, doch galt es für mich immer als altmodisch.
Erst durch diesen Überfluss an frischen Waren beschäftigte ich mich mehr mit diesem Thema und kann seither eine Viezahl an Lebensmittel aus der Tonne mehr verwerten als früher. In diesem Blog möchte ich die gänigsten Methoden (wie ich sie selbst praktiziere) vorstellen. Ich berücksichtige dabei besonders Waren die ich auf meinen Container-Touren sehr häufig in großen Mengen antreffe:
1. Tomatensauce
Schnell und immer hilfreich im Haushalt ist eine fertige Tomatensauce die bei Bedarf einfach über die heißen Nudeln gegossen, oder vorher noch entwas verfeinert werden kann.
Hierfür benötigt man frische Tomaten, welche ich persönlich immer Zuhauf im Container finde und wenn möglich anderes Gemüse wie zb. Auberginen, Paprika, Zwiebeln oder Karroten.
Die Tomaten werden zuerst in heißem Wasser gekocht, sodass sich die Schale leicht lösen lässt. Anschließend werden sie geschält und das Kerngehäuse sowie die Flüssigkeit empfernt. Das andere Gemüse wird je nach Art geschält, in kleine Wüfel geschnitten und geputzt. Anschließend werden die Zwiebeln in einer Pfanne angebraten, die gehäuteten Tomaten werden dazu gegeben, wie auch das restliche Gemüse. Nachdem die Flüssigkeit verdampft ist gieße ich die Sauce mit Rotwein auf um den Geschmack zu verfeinern. Das ist natürlich nicht notwendig. Gewürtzt kann je nach Bedarf und Geschmack mit Salz, Pfellfer, Chili oder Ähnlichem werden. Auch Kräuter wie Petersilie schmecken gut in der Sauce.
Die noch heiße Sauce muss sofort in ganz normale Einweckgläser abgefüllt werden. Diese sollten vorher mit kochendheißem Wasser ausgespült worden sein. Anschließend muss das Gals fest geschlossen und auf den Kopf gestellt werden bis es kalt ist. Ein so, durch Unterdruck verschlossenes Gals müsste sich mind. zwei Monate ohne Probleme halten, eig. sogar sehr viel länger.
Sollte der Deckel beim öffnen nicht “Knacken” sollte man mit dem Inhalt vorsichtig sein und besonders gut auf Schimmel und ähnliches Achten.
2. Apfelmus
Der Klassiker unter den selbst einweckbaren Dingen ist Apfelmus. Um ein mittleres Glas Apfelmus zu erhalten sollte man mit vier großen Äpfeln pro Glas rechnen. Diese werden geschält, das Kerngehäuse empfernt und in kleine Stücke geschnitten. Die Apfelschnitze werden nun mit etwas Flüßigkeit (Wasser, Apfelsaft oder Ähnliches) erhitzt bis sie zerfallen. Nach Geschmack kann Zucker und Zimt zugegeben werden. Das noch heiße Mus sollte wiederum in heiß ausgespülte Gläser abgefüllt und dann auf den Kopf gestellt werden bis es kalt ist.
3. Mixed Pickles
Bei Mixed Pickles handelt es sich um verschiedenes, eingelegtes Gemüse. Hierfür können sämtliche Sorten von Gemüse verwendet werden. Bekannt sind Zwiebel, Paprika, Gurke, Blumenkohl, Mais oder Pilze. Natürlich können auch fast alle anderen Gemüsesorten verwendet werden. Das Gemüse sollte vorher klein geschnitten und gesäubert werden. Bei Blumenkohl oder Ähnlichem empfielt es sich ihn vorzukochen. Es wird Essig in einem Topf zum kochen gebracht. In der Zwischenzeit sollten die Gläser mit heißem Wasser ausgesühlt und das Gemüse eingefüllt werden. Anschließend wird es mit dem kochenden Essig übergossen und auf den Kopf gestellt.
Bemerkt man nach drei Tagen ein starke Trübung der Flüssigkeit oder eine Farbveränderung, sollte man das Gemüse aus den Gläsern nehmen und ein weiteres Mal mit kochendem Essig in frische Gläser eingefüllt werden. (Dies ist mir persönlich jedoch noch nie passiert)
4. Selbst gemachte, gekörnte Suppenbrühe
Falls der Container einmal unmängen an unterschiedlichen Wurzelgemüsesorten wie Karroten, Petersilienwurzel, Selerie, Kohlrabie oder Zwiebeln hergeben kann man daraus ganz leichte ine eigene Instant-Suppenbrühe herstellen. Das Wurzelgemüse wird gewaschen, geschält und in ganz kleine Würfel geschnitten. Paprika und frische Petersilie können auch sehr gut verwendet werden. Anschließend werden die kleinen Würfel mit 1/3 ihres eigenen Gewichts an Salt überschüttet und vermängt. Die Mischung muss ein paar Stunden stehen und sollte einiges an Wasser ziehen. So kann die Paste ein paar Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden, oder man streicht sie auf ein Backbleck und bäckt sie eine halbe Stunde bis sie sich trocken und körnig anfühlt. Eine so in ein Glas abgefüllte Brühe hällt ewig.
Ich hoffe ich konnte hier ein paar Anregungen geben, damit auch größere Mängen von Obst und Gemüse nicht liegen gelassen werden müssen.
Viel Spaß beim Nachkochen wünscht euch Noelana.

Noelana, bei den Tomaten reicht es, sie zum Schälen mit heißem Wasser zu übergießen. Vorher kann mit einem scharfen Messer ein kleines Kreuz in die Schale geritzt werden, dann klappt das Schälen. Ich zermatsche die dann nur noch im Mixäää, koch den Saft auf und fülle ihn heiß in Twist-Off-Flaschen/Gläser. Und die haben sich bei Bedarf (auch mit anderen Inhalten) jahrelang gehalten…
Danke Noelana für diese tollen Tips. Damit nehme ich nun doch den ganz großen Rucksack mit wenn ich losgehe und werde dann wohl erstmal nächtelang die Küche belegen. Nun muss nur noch jemand Einweggläser wegwerfen
Liebe Grüße!
Hey speedy,
diese Ecken von denen du redest gibt es leider nicht immer häufiger sondern immer seltener. Das liegt meiner Meinung nach daran, dass es sich nicht mehr lohnt, diese Dinge günstiger zu verkaufen, da entweder der Aufwand für die neue Auszeichnung zu groß ist oder der Müll sowieso in eine Biogas-Anlage kommt und somit noch Geld wert ist.
liebe Grüße
Noelana
Da ständig steigende Preise es in Zukunft unmöglich machen
seinen Lebensunterhalt ausgewogen zu gestalten ist diese Alternative eine sinnvolle sache.
Ein Problem ist nur die Scham beim krabbeln und wühlen
in den Tonnen erkannt zu werden.
Sollte sich aber in Zukunft die Situation noch weiter verschärfen fällt die Hemmschwelle ganz schnell.
Warum stellt man die Zeitreduzierte Wahre nicht an Grabbelecken aus und gibt diese nicht für kleine Geld ab.
Einzelne Geschäfte fangen zaghaft damit an und Bieten
Käse, Wurst, Jogurt 3 Tage vor ablauf zum Wochenende stark Preisreduziert an.
Oft hilft Fragen
Klasse Beitrag. Ich finde es klasse dass hier solch eine Hilfestellung gegeben wird. Aber diese ganzen Lebensmittel wegzuwerfen, welch eine Verschwendung . Ich finde das sollte verboten werden. Lieber die Lebensmittel verschenken. Aber dann sagen ja gleich alle: Dass sie nichts mehr verdienen . Künstliche Verknappung wo Überschuss besteht. Und woanders verhungern Menschen. Wir leben schon in einer kranken Welt.
Ich koche auch alles ein, was geht… Tomatensauce, Gemüseeintopf, Pesto und zwar aus allem Möglichen, Gele aus Orangen und was auch geht, dazu benötigt man allerdings ein schön grosses Gefrierfach oder eine Gefriertruhe… blanchiertes oder natürlich auch schon fertig zubereitete Lebensmittel und Gemüse jeglicher Art in Portionen im Beutel einfrieren. Auch Bananen und Orangen (geschält und portinoniert) lassen sich prima einfrieren. Und seit neuestem lege ich Obst in Alkohol ein, das macht sich prima in netten kleinen Fläschchen als Mitbringsel zu Weihnachten , Geburtstag oder so.
Hallo,
meine Frau macht auch viele Dinge haltbar. Zum Beispiel Ofentomaten oder geschmolzene Tomaten. Die sind dann einige Wochen im Glas mit Olivenöl bedeckt haltbar.
Gruß
Hiob
Dankeschön für die positive Rückmeldung. Ich hatte lange damit gezweifelt, ob mein “Gerede” jemanden interessiert, aber wenn es gut aufgenommen wird, werde ich eindeutig mehr schreiben!
Endlich ein neuer Eintrag und ein sehr sinnvoller noch dazu, weiter so!