Gesundsheitsrisiken von Nahrung aus Containern
Sicherlich ist es schwer vorstellbar das Essen aus dem Müll gesund sein kann. Mülltonnen und Container bieten idealen Nährboden für Bakterien, da sie sich durch die darin herrschende Dunkelheit und Feuchtigkeit hervorragend vermehren können. Hier könnt ihr ein paar Hinweise entnehmen wie Ihr die Spreu vom Weizen trennt und sicher geht, dass euer Fund euch auch wohl bekommt. Dabei ist alles nur eine Frage der Zubereitung, da die gesammelten Lebensmittel ja nicht verdorben sind. Hier ein paar Tipps, die euch helfen sollen zu unterscheiden ob eure Fundstücke noch verzehr bar sind und was Ihr im Zweifelsfall bei leichtem Schimmelbefall tun könnt, um eure Nahrungsmittel wieder herzurichten.
Obst und Gemüse
Zuerst solltet ihr euer Produkt mit klarem Wasser ordentlich abspülen. Nutzt dazu kaltes Wasser, denn mit heißem Wasser könnte euer Obst aufweichen. Danach macht ihr euch an die Restschimmelentfernung. Am besten eignet sich dazu Essig / Essigessenz (verdünnt es 1/4, in hartnäckigen Fällen auch 1/2 je nachdem wie Ihr den Essiggeruch vertragt) da es weniger den Geschmack überlagert als Alkohol (und in der Menge auch preisgünstiger ist). Tränkt einen sauberen Baumwolllappen (z.B. Geschirrtuch oder Waschlappen) in Essigwässer und wischt die Stellen, die vom Schimmel befallen sind, damit gründlich ab. Lasst z.B. das Obst danach trocken und spült es erneut mit klarem Wasser ab. Tomaten, Bananen und weitere Obst- und Gemüsesorten mit fester Schale können bei stärkerem punktuell auftretendem Schimmelbefall auch problemlos mit Alkohol gesäubert werden. Falls der Alkohol oder Essiggeruch doch auf die Lebensmittel übergegangen sein sollte dann reibe sie mit etwas Kaffeepulver ab (das bindet den Geruch). Essig sowie Alkohol sind starke natürliche Fungizide (Pilz & Sporenabtötend) und sollten zur Reinigung von leicht angeschimmeltem Obst ausreichen. Weiche Stellen und angeditschtes Fruchtfleisch sollten sorgsam rausgeschnitten sein. Ein Verkochen des Gemüses in Eintöpfen oder ein Einmachen des Obsts in Marmeladengläsern empfiehlt sich, da übriggebliebene Keime und Bakterien durch den Koch / Einmachvorgang abgetötet werden. Marmelade ist mit einem Zuckergehalt über 60 Prozent versehen. Zucker in diesen Konzentrationen wirkt konservierend und ihr habt länger etwas von eurem Obst.
Brot & Teigwaren
Bei Schimmelpilzen hat die Farbe einen großen Einfluss auf die Schädlichkeit, weißer Schimmel, oft auch auf Käsespezialitäten (z.B. Roquefort) zu finden, hat kaum bis gar keine Einwirkungen auf unseren Körper (bei sehr zartbesaiteten Mägen in seltenen Fällen Durchfall). Schneidet ihn einfach raus. Nachdem der unbedenkliche Schimmel entfernt worden ist, könnt ihr das Brot nun verzehren. Grünlicher Schimmel, oft auf Brotscheiben zu finden, greift sehr schnell auf andere Scheiben über. Nachdem ihr die Scheiben getrennt habt, ist es ratsam das Brot zu toasten oder gar im Ofen zu rösten. Falls der Schimmel den Geschmack “angegriffen” hat, ist davon nun nichts mehr zu bemerken. Schimmel auf der Kruste eines unangeschnittenen Brotlaibs kann man großzügig wegschneiden und den weichen Kernteig ohne weiteres essen. Euer Geruch und Geschmackssinn sind bei der Auswahl zwischen Essbar und Abfall die beste Orientierungshilfe. Wenn euch ein Brot zu “erdig” schmecken sollte, befördert es dahin zurück woher Ihr es habt.
VORSICHT VOR SCHWARZEM SCHIMMEL.
Es gibt gut zwei Dutzend Arten von Schimmel, doch nicht alle sind gesundheitsschädlich. Schwarzer Schimmel ist immer gesundheitsbedrohlicher SCHADSCHIMMEL. Die harmlosesten Begleiterscheinungen vom Verzehr von zu großen Mengen Schadschimmel sind: Erbrechen, Durchfall, Fieber, Kopfschmerzen. Versuche durch Zunahme von Salzwasser ein erbrechen herbeizuführen und kontaktiere umgehend einen Arzt. “Gefährlicher” Schimmel enthält Mykotoxine die im schlimmsten Fall sogar tödliche Auswirkungen auf dich haben können. Mykotoxin ist ein vom Schimmelpilz produziertes Stoffwechselprodukt und ist stark krebserregend. Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen geht davon aus, das sogar 25% der Weltproduktion von Nahrungsmitteln Mykotoxine enthalten.


Das was zu schreibst sollten sich einige zu Herzen nehmen. Ich finde ja auch manchmal Nahrungsergänzungen, damit geht das wohl nicht.
Schöner Beitrag, wusst ich noch nicht, merk ich mir.
Mäuse kommunizieren auch über den Atem…
Ich finde dein Beitrag Interessant, deshalb schicke ich dir diesen Trackback
…