Dosen- und Flaschenpfand auf Großveranstaltungen sammeln

Im Februar des Jahres 2010 rückte der Fall einer Reinigungsfachkraft aus Schleswig-Holstein ins Licht der Öffentlichkeit. Sie hatte weggeworfene Pfandflaschen aus Mülleimern gesammelt, um das Pfand an sich selbst auszahlen zu lassen. Der Frau sollte gekündigt werden, obwohl sie nur das tat, was viele Menschen jedes Jahr nach einer Großveranstaltung, im Zug oder auch beim Durchsuchen öffentlicher Mülleimer tun: Weggeworfene Pfandflaschen sammeln.

Pfandflaschen und Dosen werden aus verschiedenen Gründen in den Mülleimer geworfen. Oft werden sie in Situationen gekauft, in denen Menschen keine Flaschen und Dosen mit sich herumtragen wollen. Bei einer Großveranstaltung wie der diesjährigen Loveparade in Duisburg, aber auch bei Konzerten, auf Festivals oder Straßenfesten kauft man sich schnell eine Pfandflasche, weil es keine anderen Angebote gibt oder man sie nicht erst lange suchen will. Auch bei der Shopping-Tour sind Pfandflaschen oder Dosen in kleinen Größen häufig die günstigste Variante. Ganz gleich, in welcher Situation man sie kauft – wenn man nur eine kleine Tasche mit sich führt, noch viel vorhat oder bereits viel zu tragen hat, will man die Flasche nicht noch zusätzlich mit sich führen. Lieber verzichtet man auf das Pfand und wirft sie in den Müll, auf den Boden oder lässt sie einfach stehen. Bei Großveranstaltungen mit mehreren 10000 Besuchern oder mehr, fallen dann schnell Mengen an weggeworfenen Pfandflaschen an, die der Zahl der Besucher mindestens entsprechen.

Davon profitieren beispielsweise Obdachlose, Arbeitslose oder Menschen, die ein geringes Einkommen haben. Sie suchen nach Möglichkeiten, ihr Gehalt aufzubessern. Gelegentlich sieht man in S-Bahnen oder Regionalbahnen Menschen, die Mülleimer nach weggeworfenen Pfandflaschen und Dosen durchsuchen und diese mitnehmen. Dasselbe kann man in der Innenstadt beobachten, wo man gelegentlich Menschen findet, die in den öffentlichen Mülleimern oder auf der Straße suchen. Der Preis, den man für abgegebene Pfandflaschen bekommt, mag gering wirken. Für einen Obdachlosen oder Arbeitslosen, der genug Flaschen am Tag sammelt, reichen die Beträge aber immerhin schon aus, um sich zumindest eine Mahlzeit finanzieren zu können.

Pfandflaschen und Dosen sammeln ist nichts, wofür man sich schämen muss – ganz im Gegenteil. Weggeworfene Pfandflaschen werden vernichtet, wenn sie nicht von einer anderen Person mitgenommen werden. Danach landen sie auf Deponien und füllen mit der Zeit einen beträchtlichen Raum. Wenn sie nicht weggeworfen werden, sondern auf der Straße oder auf Grünflächen liegen, verschmutzen sie die Umwelt, anstatt wie vorgesehen zum Umweltschutz beizutragen. Wer Pfandflaschen sammelt, setzt bewusst ein Zeichen, indem er selbst für eine saubere Umwelt eintritt und noch dazu davon profitiert, dass er die Pfandflaschen gegen Geld eintauschen kann. Umweltschutz beginnt an der Basis und beim Einzelnen – damit leistet man einen sinnvollen Beitrag und wird selbst für Ziele aktiv, die die ganze Menschheit betreffen.

Pfandflaschen und Dosen kann man an vielen Orten sammeln. Die offensichtlichsten Plätze sind Züge mit Mülleimern oder die Innenstadt. Schüler und Studenten können sich an ihrer Ausbildungsstätte umsehen, Angestellte können bei Gelegenheit an ihrem Arbeitsplatz die Augen offen halten. Um die Situation angenehmer zu machen, kann man einem bestehenden Arbeitskreis beitreten oder selbst einen neuen Kreis gründen, der sich mit Pfandflaschen beschäftigt. Großveranstaltungen sind ebenfalls eine gute Gelegenheiten, Pfandflaschen zu sammeln: Dazu gehören nicht nur Konzerte, sondern auch Fußballspiele. Auf diese Idee kommen nicht nur Obdachlose oder Arbeitslose, sondern jeder, der sich etwas dazuverdienen möchte und Zeit mitbringt. Unter den Menschen, die ebenfalls Flaschen und Dosen aufsammeln, wird man nach einer Großveranstaltung kaum auffallen. Dafür, dass man weggeworfene Flaschen sammelt, muss man sich nirgends schämen: Denn damit trägt man zur sauberen Umwelt bei und nutzt nur Ressourcen, die ohnehin weggeworfen worden sind.

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Bei der effektiven Organisation einer solchen Veranstaltung helfen zudem Professionelle-Telefonkonferenzen.


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1 Kommentar

  1. nursandra sagt:

    Hab ich früher immer im Freibad gemacht.
    Das Problem jetz: die meisten Sammelstellen haben dichtgemacht und ich kann die restlichen nicht auffinden ^^ ………doof!!

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