Containern – Evolutionsbedingtes Jagen?
Gestern brachte mich die Stern TV Sendung bei RTL auf eine spannende These. In der Sendung ging es um die Nahrungsgewohnheiten von Männern und Frauen und das Männer sich deutlich fleischreicher Ernähren. Dies habe unter anderem evolutionäre Gründe, da Männer kräftig für die Jagd sein mussten. Natürlich hatte es aber auch gesellschaftliche Gründe, auf Grund dessen dem Mann auch immer das Fleisch zustand.
Später lief dann im Bayrischen Rundfunk die Wiederholung von on3-südwind, in der es unter anderem um die Lebensmittelverschwendung, die Kino Vorstellung von „Taste the waste“ und um das Containern ging. Der Containerer der bei einem nächtlichen Streifzug begleitet wurde, war übrigens ein Benutzer aus unserem Container.de Forum, der das Forum freundlicherweise im TV Beitrag namentlich genannt hat.
Da beide Sendungen relativ zeitnah liefen, brachte mich das zum Nachdenken und die Gedanken kreuzten sich dabei etwas. Was ist wenn es noch eine weitere Gruppe von Containern gibt, die es nicht aus a) politischer Motivation oder b) aus Armut machen? Was ist wenn der Mensch nur seiner evolutionären Bestimmung nachgeht? Schließlich gilt der Mensch als Jäger und Sammler?
Seit Millionen von Jahren ist der Mann für die Nahrungsmittel Beschaffung zuständig. Er hat die Aufgabe für seine Familie zu sorgen und muss dabei regelmäßig Beute machen, andernfalls gefährdet er das Leben seiner Familie. Heutzutage braucht niemand mehr Jagen, Essen gibt es schließlich in Hülle und Fülle. Der Instinkt zu Jagen schwindet daher dahin, doch evolutionsbedingt existiert er letztlich dennoch. Wenn man diesen Gedanken nun etwas weiter spinnt, würde das bedeuten, dass Containerer auf die Jagd nach Nahrung gehen.
Containern könnte man daher als Jagd bezeichnen. Man begibt sich in den späten Abendstunden oder nachts mit diversem Equipment auf die Suche nach Beute. Dabei kann es nächte geben in denen man nichts „erlegt“ oder aber den großen „coup“ landet. Es ist diese Spannung die den Reiz ausmacht, auf die Jagd zu gehen. Und dann gibt es auch noch die Gefahr erwischt zu werden, sei es von einem Säbelzahntiger oder einem Anwohner oder gar der Polizei. Man muss im Schutze der Nacht möglichst unentdeckt bleiben und tarnt sich daher lieber.
Also was sagt ihr zur meiner These, das Containern in dem einen oder anderen von uns evolutionäre Überlebensinstinkte weckt. Spielt uns die Evolution hier einen Streich oder reime ich mir hier ein Hirngespinst zusammen?

Ich glaube nicht, dass Containern auf Ur-Triebe zurückgeführt werden kann. Ich denke die 2 von dir genannten Kategorien reichen vollkommen aus.
Kennt jemand “Roadkill Chefs”? Das sind Leute, die auf der Landstraße bzw. der Autobahn nach überfahrenen bzw. angefahrenen toten Tieren suchen und mit diesen, wie der Name schon sagt, köstliche Speisen zubereiten.
Da sehe ich diese Urtriebe am ehesten noch am Werk als beim Containern!
Hallo Hallo,
die These ist wahrhaftig spannend und es gibt dazu bereits wissnschaftliche Ausarbietungen. Ich persönlich würde eventuell noch einen Schritt weiter gehen und das containern als Re-Naturalisierung bezeichnen: während wir in der globalisierten Welt darauf vertrauen, dass uns ein Datum auf der Packung eine zulässige Information über den Zustand des Produktes gibt, erhält der dumpster diese Info noch auf sehr ursprüngliche Art und Weise: anfassen – ansehen – riechen.
Einen wissenschaftlichen Beitrag findet ihr hier:
http://www.criticalanimalstudies.org/wp-content/uploads/2009/09/2_Corman_L_2011_ESSAY_RACOONS_FREEGANS_Vol_IX_Issue_3_pp_28-61.pdf
Seh ich genau so und ich glaub ich gehöre zu der Kategorie, ich gehe im Sommer alles mögliche Sammeln, Früchte, Kräuter und Eben auch Müll
Ist dir eigentlich bewusst, dass es verboten ist mehr als 3 Adsense anzeigen auf einer Seite darzustellen? Ich sehe bei dir auf vielen Seiten 4… würde mich nicht wundern, wenn Google bald dein Konto sperrt… HF!
// Antwort der Redaktion: Vielen Dank für deinen Hinweis, aber anscheinend hast du nicht sehr viel Ahnung von Google Adsense. Auf einigen wenigen Unterseiten befindet sich in der Tat 2 Anzeigeblöcke sowie 2 Linkblöcke. Wie du den Google Adsense Richtlinien entnehmen kannst, darf man auf einer Seite maximal 3 Anzeigeböcke, 3 Linkblöcke und 2 Suchfelder nutzen. Somit ist es völlig ok, bis zu 8 Google Elemente auf einer Seite einzusetzen. Außerdem kann man gar nicht gegen diese Richtlinie verstößen, da das Adsense System eine überhöhte Anzahl an Elementen erkennt und automatisch alle Anzeigen deaktiviert. Ätschibätsch…oder?^^
Da ist schon was wahres dran, bei mit trifft das jedenfalls teilweise zu. Ich verschenke auch gerne einige Dinge die ich im Container finde.
Klar mag beim Spaß am Containern der ein oder andere uralte Instikt beteiligt sein aber ich würd nicht soweit gehen und von einer neuen Gruppe sprechen. Warum du diese Frauen-Männer-Sache reingebracht hast bleibt mir schleierhaft…?
grüße,
Carter