Altmetall vom Sperrmüll

Wenn wir einmal zurückdenken, können wir uns sicherlich noch an die alten Zeiten erinnern, in denen Sperrmüllhaufen fast überquollen. Kaum einer interessierte sich für den Krempel, für den andere keine Verwendung mehr hatten. So gelangte am nächsten Tag fast alles im Müllwagen der örtlichen Müllbeseitigungsbetriebe. Doch die Zeiten änderten sich. Die steigende Massenarmut zwingt vor allem sozial Schwächere zum „dumpstern vor der Haustür“. Noch halbwegs intakte Möbel finden einen neuen Besitzer, altes Kinderspielzeug erfreut erneut Kinderherzen und defekte Elektrogeräte sind begehrter denn je. Doch was kann man mit einem kaputten Fernseher, einer defekten Mikrowelle oder alten Kabeln noch machen? Vor allem Osteuropäer haben sich auf die Verwertung von Altmetallen spezialisiert und selektieren die Elektrogeräte in ihre Einzelteile. Die daraus gewonnen Metalle werden dann an Schrotthändler verkauft. Experten meinen, dass man durch Sperrmüll sammeln bis zu 20.000 Euro im Monat verdienen kann. Jedoch muss man sich darauf spezialisieren, schnell sein und organisiert von einem Sperrmüllhaufen zum anderen fahren. Andere professionelle Müllverwerter stellen sich mit Ihren meist weißen Kleintransportern direkt vor die Müllverwertungshöfe und schnappen die Edelmetalle zum Ärger der örtlichen Verwertungsbetriebe vor der Nase weg. Doch was ist ein defektes Elektrogerät noch wert? Schätzungsweise ist eine defekte Mikrowelle noch 15 Euro wert, ein defekter Kühlschrank etwa 20 Euro und ein Fernseher bis zu 40 Euro. Da das Ausschlachten von Kühlschränken auf Grund des enthaltenen FCKW in Deutschland nicht erlaubt ist, werden diese meist nach Afrika verschifft. Auch wenn es banal klingt, durch das Ausschlachten der Kühlschränke am anderen Ende der Welt, verdienen die Sammler immer noch einige Tausend Euro.


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1 Kommentar

  1. Laura sagt:

    Hallo!
    Euer Artikel enthält leider eklatante Fehler!
    Ich habe ca. 5 Jahre fast ausschließlich Sperrmüll gesammelt und bin im Monat oft genug nicht einmal auf 1000€ gekommen. Mit Schnelligkeit hat das nichts mehr zu tun: es sind einfach zu viele, die dort den ganzen Tag im Kreis fahren!!! Auch wegen solcher Artikel, wie Ihr in hier veröffentlicht habt!!!
    Desweiteren ist es falsch, daß die Polen Sperrmüll sammeln, um ihn zu zerlegen und zu recyclen!!
    Die Polen, die ich in den 5 Jahren kennen gelernt habe, sammeln ausschließlich Dinge, die in Polen an Endverbraucher weiter verkauft werden (Möbel, Lampen, Herde, Kühlschränke etc.)
    Altmetall wird fast ausschließlich von Sinti und Roma gesammelt.
    Leider wird dabei nie darauf geachtet, wie der Bürgersteig hinterher aussieht und Schläge sind mir dabei auch bereits angedroht worden.
    Diese Leute machen sich und den anderen das Sperrmüllsuchen kaputt, da eine Gemeinde/Stadt nach der anderen die öffentlichen Sammlungen einstellt, eben weil es da aussieht, wie im Schweinestall.

    MfG
    Laura

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